Handschrift oder Kalligraphie?

Der Übergang zwischen Handschrift und Kalligraphie ist fließend, und meine Werke vereinen Stilelemente beider Bereiche.

Die menschliche Handschrift ist immer wieder faszinierend, da sich in ihr, über den bloßen Inhalt hinaus, die Persönlichkeit des Schreibenden und seine Emotionen widerspiegeln. Beim Schreiben wird völlig unbewusst der Inhalt interpretiert, indem man frei und unvermittelt die Buchstaben individuell zusammenfügt. Zunächst ohne Anspruch auf die ästhetische Wirkung, entsteht so ein einzigartiges Schriftbild, das so individuell wie der Schreibende selbst ist. Charakteristisch ist dabei eine mehr oder weniger ausgeprägte Unregelmäßigkeit, die nicht zu schematischer Einheitlichkeit fähig ist.

Kalligraphie hingegen ist die Kunst des Schönschreibens, bei der das höchste Ziel die ästhetische Ausgewogenheit ist, oft über die reine Leserlichkeit hinaus. Bis zur Erfindung der Typographie wurden Bücher ausschließlich von Kalligraphen geschrieben und abgeschrieben. So entstanden zum Beispiel die kunstvoll bebilderten Bibeln in klösterlichen Scriptorien. Der Zeitgeist der jeweiligen Epoche, die Formensprache in Kunst und Architektur, prägten auch die Form der einzelnen Buchstaben und Alphabete. So findet jede geschichtliche Entwicklung auch ihren Ausdruck in der ihr eigenen historischen Schriftform. Das Kunsthandwerk des Kalligraphen besteht aus dem Nachbilden historischer Alphabete.

Meine Schriftkunst hingegen entsteht, wenn ich einen Text tiefer zu verstehen lerne und ausschöpfe, auswringe, was in „ihm“ steckt. Wenn zu meiner Handschrift die ästhetische Ausgewogenheit der Kalligraphie und zusätzlich zur Schrift noch bildhaftes Gestalten dazukommt, die dem Text Tiefe und Ausdruck verleihen.

Auch wenn es oft ein langer Prozess ist, entstehen dabei Arbeiten, die andere Menschen berühren. Das ist meine Motivation.

Schriftkunst- interpretierendes Schreiben

Aber für mich geht es um weit mehr als schöne Schrift. Wenn ich einen Text vor mir habe, versuche ich, mit meiner Schrift den Sinngehalt der Worte zu „erfühlen“. Hat „schlank“ nicht einen anderen Stil, als zum Beispiel „dehnbar“? Das ist eine mögliche Art der Textinterpretation, die zu einer Bildgestaltung führen kann, wie in diesem Fall:

 

 

Dieser Effekt kann natürlich durch die Bearbeitung des Hintergrundes verstärkt werden und so an Tiefe und Ausdruckskraft gewinnen.

Brave (mutig) oder safe (auf Sicherheit bedacht):

„Brave“ überwindet die Grenzen, sprengt die gewohnten Sichtweisen, wagt den Schritt ins Ungewisse. „Safe“ bleibt im bekannten Rahmen sitzen. Sicher, ungefährdet, aber farblos.

 

 

 

Dies kann immer weiter vertieft werden, in dem ich mehrere Schichten überlagere und der Bildhintergrund schon Textinterpretation ist, wie in diesem Falle:

Ein bekannter Alltagsspruch für kreative, leicht chaotische Menschen, die hinter dem vermeintlichen Chaos fähig sind eine höhere Ordnung zu erkennen. Dem Außenstehenden bleibt diese Einsicht verborgen…

Als Hintergrund dient das Zeitungsbild einer jüngst entdeckten Supernova. Als Menschen staunen wir über die überragende Ordnung und Schönheit des Alls, die nur oberflächlich gesehen ein Chaos ist. Gottes ordnende Hand ist in diesem Fall das wahre Genie im Chaos. Aber das sieht auch nur der, der sich darauf einlässt…

 

 

 

 

Handschrift oder Kalligraphie?

Der Übergang zwischen Handschrift und Kalligraphie ist fließend, und meine Werke vereinen Stilelemente beider Bereiche.

Die menschliche Handschrift ist immer wieder faszinierend, da sich in ihr, über den bloßen Inhalt hinaus, die Persönlichkeit des Schreibenden und seine Emotionen widerspiegeln. Beim Schreiben wird völlig unbewusst der Inhalt interpretiert, indem man frei und unvermittelt die Buchstaben individuell zusammenfügt. Zunächst ohne Anspruch auf die ästhetische Wirkung, entsteht so ein einzigartiges Schriftbild, das so individuell wie der Schreibende selbst ist. Charakteristisch ist dabei eine mehr oder weniger ausgeprägte Unregelmäßigkeit, die nicht zu schematischer Einheitlichkeit fähig ist.

Kalligraphie hingegen ist die Kunst des Schönschreibens, bei der das höchste Ziel die ästhetische Ausgewogenheit ist, oft über die reine Leserlichkeit hinaus. Bis zur Erfindung der Typographie wurden Bücher ausschließlich von Kalligraphen geschrieben und abgeschrieben. So entstanden zum Beispiel die kunstvoll bebilderten Bibeln in klösterlichen Scriptorien. Der Zeitgeist der jeweiligen Epoche, die Formensprache in Kunst und Architektur, prägten auch die Form der einzelnen Buchstaben und Alphabete. So findet jede geschichtliche Entwicklung auch ihren Ausdruck in der ihr eigenen historischen Schriftform. Das Kunsthandwerk des Kalligraphen besteht aus dem Nachbilden historischer Alphabete.

Meine Schriftkunst hingegen entsteht, wenn ich einen Text tiefer zu verstehen lerne und ausschöpfe, auswringe, was in „ihm“ steckt. Wenn zu meiner Handschrift die ästhetische Ausgewogenheit der Kalligraphie und zusätzlich zur Schrift noch bildhaftes Gestalten dazukommt, die dem Text Tiefe und Ausdruck verleihen.

Auch wenn es oft ein langer Prozess ist, entstehen dabei Arbeiten, die andere Menschen berühren. Das ist meine Motivation.

Schriftkunst- interpretierendes Schreiben

Aber für mich geht es um weit mehr als schöne Schrift. Wenn ich einen Text vor mir habe, versuche ich, mit meiner Schrift den Sinngehalt der Worte zu „erfühlen“. Hat „schlank“ nicht einen anderen Stil, als zum Beispiel „dehnbar“? Das ist eine mögliche Art der Textinterpretation, die zu einer Bildgestaltung führen kann, wie in diesem Fall:

 

 

Dieser Effekt kann natürlich durch die Bearbeitung des Hintergrundes verstärkt werden und so an Tiefe und Ausdruckskraft gewinnen.

Brave (mutig) oder safe (auf Sicherheit bedacht):

„Brave“ überwindet die Grenzen, sprengt die gewohnten Sichtweisen, wagt den Schritt ins Ungewisse. „Safe“ bleibt im bekannten Rahmen sitzen. Sicher, ungefährdet, aber farblos.

 

 

 

Dies kann immer weiter vertieft werden, in dem ich mehrere Schichten überlagere und der Bildhintergrund schon Textinterpretation ist, wie in diesem Falle:

Ein bekannter Alltagsspruch für kreative, leicht chaotische Menschen, die hinter dem vermeintlichen Chaos fähig sind eine höhere Ordnung zu erkennen. Dem Außenstehenden bleibt diese Einsicht verborgen…

Als Hintergrund dient das Zeitungsbild einer jüngst entdeckten Supernova. Als Menschen staunen wir über die überragende Ordnung und Schönheit des Alls, die nur oberflächlich gesehen ein Chaos ist. Gottes ordnende Hand ist in diesem Fall das wahre Genie im Chaos. Aber das sieht auch nur der, der sich darauf einlässt…

 

 

 

 

UTE DROSS


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